Gedanken und Pläne

Jaja, es ist wieder so weit, das Jahr neigt sich *bedrohlich* dem Ende entgegen, Zeit mal nachzudenken, was so alles passiert ist, was hätte besser oder schlechter laufen können… Was man vielleicht ändern möchte?

Heute war ich *trotz* Niesel Piesel Rotz Wetter richtig schön groß und lange mit meinen Mädels unterwegs, war ja klar, da der November – für November Verhältnisse viel zu trocken und sonnig war – musste irgendwann die Nebelsuppe *ieeh, da bleib ich lieber  mit heißem Tee und Plätzchen auf dem Sofa*  noch über uns hereinbrechen. Hätte ich auch fast gemacht, aber dann!!! Was kann der Regen meiner Jacke und den Gummistiefeln eigentlich anhaben? Genau, gar nichts! Und wann hat man den Wald schonmal ganz für sich alleine? Genau, bei strahlendem Sonnenschein und 20°C eher nicht *ätsch*

Also kurzentschlossen den Allrad ausgepackt und losgedüst! Unsere Runde ging an den Pferden vorbei zu unserem Wochenendhaus - dort mussten wir leider feststellen, dass unser neu nachgemachter Schlüssel (damit endlich mal einer greifbar ist und nicht immer erst gesucht werden muss) leider nicht passt und so standen wir ziemlich dämlich vor der Tür, egal, wir haben ja eine gemütliche Holzbank vor der Tür und das Dach steht weit genug vor, dass wir den kurzen aber heftigen Regenschauer nahezu trocken überstanden haben, also nichts mit ärgern über den Schlüssel, sondern freuen über die Bank und die unverhoffte Pause!

Was habe ich also aus diesem Jahr gelernt? Ich werde noch mehr Zeit mit den Dingen verbringen die mich wirklich glücklich machen, Menschen aus meinem Leben streichen, die mir doch immer wieder nur weh tun. Geld für Kitsch ausgeben und nicht immer nur vernünftig sein – ok, das hab ich auch dieses Jahr schon ziemlich gut hinbekommen *hihi*

Nein, auch mein Leben ist nicht immer perfekt und das ein oder andere Monster streckt erschreckend ausdauernd immer wieder seine Hände nach mir aus – aber entweder kann ich mich selbst bemitleiden und über meine Probleme grübeln – oder den Duft im Wald geniessen, der nur bei diesem Niesel-Piesel-Wetter so unglaublich frisch und erdig riecht, mich beim Anblick im Spiegel freuen, dass ich es überhaupt geschafft habe aufzustehen, statt mich über die Augenränder zu ärgern, also mein großes Ziel für 2014:

Mach die eigene Welt noch bunter – und wenn ich schon dabei bin, die meiner Mitmenschen und Mitvierbeiner gleich mit!

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr, frei nach dem Motto – Ich kann essen was ich will – ich werde überhaupt nicht dünn…

Den eigenen Ratschlägen folgen…

… und genau das habe ich getan und mir einfach mal *frei* genommen, *frei* vom Weihnachtsstress, *frei* von *eigentlich müsstest du noch* – einfach so. Die Kamera eingepackt, die drei Hunde ins Auto gesetzt und einfach mal rausgefahren… Bis uns eine Ecke gut gefallen hat und da – Emma ist ja kein Schnellzug mehr, sondern mehr so ne Art historische Eisenbahn – eine gaaaanz gemütliche Runde gedreht, nicht zu weit, aber dafür mit vielen Pausen, Leckerei und heißem Tee mit im Gepäck… Ein perfekter Nachmittag!

In eigener Sache…

Heute, heute möchte ich alle meine Leser und Freunde hier ganz lieb um einen Gefallen bitten. Ich erlebe es fast täglich auf meiner Hunderunde bei *anderen* Hundebesitzern und manchmal – ja,  manchmal passiert es auch mir selbst. Andere Menschen erwarten Dinge von uns, von unseren Hunden, ich erwarte Gehorsam und *Können* von meinen Hunden – aber ganz ehrlich – kommt es darauf wirklich an?

Am Samstag wurde ich an eine Aussage von mir selbst erinnert, die mir doch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. “Im Vergleich mit Nachbars Lumpi – sind unsere Hunde doch unfassbar erzogen und hören quasi perfekt und auf jedes Wort!”

Soll ich euch etwas sagen? ES STIMMT!

Auch wenn ich manchmal jammere und auch wenn mir manchmal ein *Aaaaaargh* Brüller entfleucht, wenn Hexe meint lieber ein Mauseloch zu vergrößern als das Dummy zu apportieren, dass leider nicht vor sondern hinter dem Mauseloch gelandet ist…

 Meine Hunde gehen nicht jagen, sie springen keine fremden Menschen an (nur  Bekannte *hihi*), ich kann sie – ohne Angst um meine Wohnungseinrichtung oder Angst vor Ärger mit den Nachbarn – auch mal einige Stunden alleine zuhause lassen. Ich kann an der Leine durch die Stadt laufen ohne danach zum Orthopäden zu müssen, sie prollen keine anderen Hunde oder Menschen an. Sie kommen auf den ersten Pfiff wenn wir unterwegs sind, sie können frei bei Fuß an fremden Menschen, Hunden und Pferden vorbeilaufen ohne unser Gegenüber auch nur zu beachten…

 

Sie sind meine Begleiter, meine Freunde, sie mögen mich frisch geduscht und duftend genauso gerne wie krank und verschwitzt auf dem Sofa liegend. Was juckt es mich da, dass sie vielleicht keine 200m schnurgrade “Voran” laufen oder ab und zu ein Dummy lieber erfolgreich mit *Mäuschensprung* erlegen um ihre Beute dann stolz wie Bolle zu mir zu tragen – anstatt einfach nur “ihre Arbeit” zu tun?

Dieses Jahr sind einige Hunde von dieser Welt gegangen, viel zu früh, viel zu überraschend und vorallem viel zu sinnlos…

Tut mir diesen einen Gefallen: Wenn ihr eure Hunde betrachtet, denkt nicht an ihre Fehler oder ihren “mangelnden Gehorsam”, denkt an all die schönen Zeiten die ihr zusammen erlebt habt, an Momente die ihr nur durch eure Begleiter erleben durftet, seht die treuen Augen und die Liebe die sie euch entgegen bringen. Setzt euch statt an den Rechner einfach 15 Minuten auf den Boden oder ins Körbchen steckt eure Nase ins Fell, krault die Ohren oder Bäuche und geniesst die Zeit zusammen!

Scotti – Colona Ben Nevis

… und wieder ist ein wundervoller Hund viel zu früh von uns gegangen…

Kurz nach Hexes Mama hat sich auch Hexes Papa nun viel zu früh auf die Reise gemacht. 7,5 Jahre sind viel zu wenig Zeit für einen so wundervollen Hund. Ich wünsche Dir, dass es dir gut geht – da wo du jetzt bist!