Lieben heißt auch loslassen…

Hazeline (13.04.2017 – 13.03.2018)

Mein Hüpfer, mein Seelentröster, meine beste Freundin, Giftnudel, mein Rüdenverprügler, Sturrschädel. Du, die immer zu groß war, auf vielen Ausstellungen als Rüde im Ring hättest laufen können. Du, Hund mit dem viel zu großen Herzen. So konsequent wie im Leben hast du deinen Abschied beschlossen. Irrsinnig schnell und unerwartet bist du plötzlich nicht mehr auf dieser Welt. 10 Jahre und 11 Monate hast du mir geschenkt. An meiner Seite verbracht. Dein Schnarchen fehlt. Deine flatternden Ohren, deine ausgiebigen Schlabberattacken. Es ist ruhig geworden. Ich muss mich nicht mehr totstellen wenn der Wecker klingelt und ich deinem Atem spüre wie du wedelnd vor meinem Bett stehst, die Ohren aufgerichtet abwartend auf die kleinste Bewegung um voller Begeisterung in den Tag zu starten. Du hast mir so unendlich viel beigebracht. Danke für (fast) 11 wunderbare Jahre. Du fehlst. Irgendwann sehen wir uns wieder…

Vom festhalten und loslassen

Alte Hunde sind etwas Wunderbares. Ich habe mich lange gewehrt, aber es ist nicht mehr zu verleugnen, meine Hazeline ist alt geworden. Wir sind alt geworden. Wenn ich an ihre Welpenzeit denke, ich grade frisch an der Uni, zum ersten Mal alleine gewohnt, alleine gelebt. Wir haben uns zusammen die Welt erkundet. Sind erwachsen geworden – nun ja, soweit ein eben Flat jemals erwachsen wird.

Ich habe mir häufig gewünscht die Zeit anzuhalten. Ein Hundeleben erscheint so unfassbar kurz. Doch dann – jede Erinnerung, all die Wochen und Monate und Jahre die wir zusammen verbracht haben. Ich möchte nicht einen Tag davon missen. Sie versteht mich ohne Worte. Ist mein Schatten. Oft genug stelle ich erst auf dem Rückweg des Spaziergangs fest, dass ich gar keine Leine eingepackt hatte – wir brauchen sie nicht mehr.

Seit ein paar Tagen haben wir hier Schnee. Hazel schleppt trotzdem tapfer ihren Tennisball auf jeder Runde mit – entgegenkommende Spaziergänger werden angesungen, bekommen den Ball präsentiert, aber niemals gegeben. Der ewige innere Kampf zwischen “ich will den Ball behalten” und “ich will, dass mir jemand den Ball wirft”.

Und genau wie der Hazeline geht es mir. Jeden Tag. Ich möchte unsere Zeit festhalten und doch gleichzeitig noch so vieles erleben und sehen welche Macken sie mit dem Alter noch weiter entwickelt… Festhalten und Loslassen. Es ist nicht einfach. Weder als Mensch, noch als Hund…

Liebe wird aus Mut gemacht

2 Monate ist es schon her und ich habe immer noch nicht die Kraft etwas zu schreiben. Du fehlst!

 Emma 22.03.2002-21.10.2015

Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.

- Immanuel Kant

Wandel…

If you don’t ask ,
the answer is always no
If you don’t go after what you want,
you’ll never have it
If you don’t step forward
you are always in the same spot !
———————–
Diesen Sonntag hieß es nochmal ausspannen, die “alte” Heimat geniessen bevor es Ende des Monats auf in eine neue Heimat geht… Die Zeit fliegt, es will noch so vieles organisert, verpackt, gekündigt, verräumt, entrümpelt, entsorgt, verschönert, sortiert… – werden, manchmal weiß ich gar nicht recht wo und wie ich damit anfangen soll…
Nun aber ein kleiner Ausflug an einen der schönsten Orte der Welt – mein Zuhause!

Happy New Year

Ich hoffe ihr seit alle gut im neuen Jahr angekommen, habt die Knallerei (Waaaaaahnsinn, was die Leute in einem nicht grade reichen Teil der Stadt scheinbar Geld für Böller und Raketen haben…) gut überstanden und keine allzu schwer einzuhaltenden Vorsätze für 2014 gefasst!

Wir halten uns strikt an unsere Vorsätze:
- häufiger “Nein” sagen und einfach auch mal Zeit mit *Gar nichts tun* verbringen
- jeden Tag mindestens 30 Minuten mit etwas verbringen, was wirklich Spass macht
- egal was für ein stressiger Tag vor uns liegt eine morgendliche Kuschelrunde – ungestresst – zu geniessen

Ich wünsche euch allen ein wunderbares Jahr 2014 mit vielen tollen Momenten und Menschen! Brecht eure Routinen, macht mal was anderes – auf dem Weg zum großen Ziel verpasst man manchmal den Weg… Und der ist euer Leben!

Gedanken und Pläne

Jaja, es ist wieder so weit, das Jahr neigt sich *bedrohlich* dem Ende entgegen, Zeit mal nachzudenken, was so alles passiert ist, was hätte besser oder schlechter laufen können… Was man vielleicht ändern möchte?

Heute war ich *trotz* Niesel Piesel Rotz Wetter richtig schön groß und lange mit meinen Mädels unterwegs, war ja klar, da der November – für November Verhältnisse viel zu trocken und sonnig war – musste irgendwann die Nebelsuppe *ieeh, da bleib ich lieber  mit heißem Tee und Plätzchen auf dem Sofa*  noch über uns hereinbrechen. Hätte ich auch fast gemacht, aber dann!!! Was kann der Regen meiner Jacke und den Gummistiefeln eigentlich anhaben? Genau, gar nichts! Und wann hat man den Wald schonmal ganz für sich alleine? Genau, bei strahlendem Sonnenschein und 20°C eher nicht *ätsch*

Also kurzentschlossen den Allrad ausgepackt und losgedüst! Unsere Runde ging an den Pferden vorbei zu unserem Wochenendhaus - dort mussten wir leider feststellen, dass unser neu nachgemachter Schlüssel (damit endlich mal einer greifbar ist und nicht immer erst gesucht werden muss) leider nicht passt und so standen wir ziemlich dämlich vor der Tür, egal, wir haben ja eine gemütliche Holzbank vor der Tür und das Dach steht weit genug vor, dass wir den kurzen aber heftigen Regenschauer nahezu trocken überstanden haben, also nichts mit ärgern über den Schlüssel, sondern freuen über die Bank und die unverhoffte Pause!

Was habe ich also aus diesem Jahr gelernt? Ich werde noch mehr Zeit mit den Dingen verbringen die mich wirklich glücklich machen, Menschen aus meinem Leben streichen, die mir doch immer wieder nur weh tun. Geld für Kitsch ausgeben und nicht immer nur vernünftig sein – ok, das hab ich auch dieses Jahr schon ziemlich gut hinbekommen *hihi*

Nein, auch mein Leben ist nicht immer perfekt und das ein oder andere Monster streckt erschreckend ausdauernd immer wieder seine Hände nach mir aus – aber entweder kann ich mich selbst bemitleiden und über meine Probleme grübeln – oder den Duft im Wald geniessen, der nur bei diesem Niesel-Piesel-Wetter so unglaublich frisch und erdig riecht, mich beim Anblick im Spiegel freuen, dass ich es überhaupt geschafft habe aufzustehen, statt mich über die Augenränder zu ärgern, also mein großes Ziel für 2014:

Mach die eigene Welt noch bunter – und wenn ich schon dabei bin, die meiner Mitmenschen und Mitvierbeiner gleich mit!

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr, frei nach dem Motto – Ich kann essen was ich will – ich werde überhaupt nicht dünn…

In eigener Sache…

Heute, heute möchte ich alle meine Leser und Freunde hier ganz lieb um einen Gefallen bitten. Ich erlebe es fast täglich auf meiner Hunderunde bei *anderen* Hundebesitzern und manchmal – ja,  manchmal passiert es auch mir selbst. Andere Menschen erwarten Dinge von uns, von unseren Hunden, ich erwarte Gehorsam und *Können* von meinen Hunden – aber ganz ehrlich – kommt es darauf wirklich an?

Am Samstag wurde ich an eine Aussage von mir selbst erinnert, die mir doch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. “Im Vergleich mit Nachbars Lumpi – sind unsere Hunde doch unfassbar erzogen und hören quasi perfekt und auf jedes Wort!”

Soll ich euch etwas sagen? ES STIMMT!

Auch wenn ich manchmal jammere und auch wenn mir manchmal ein *Aaaaaargh* Brüller entfleucht, wenn Hexe meint lieber ein Mauseloch zu vergrößern als das Dummy zu apportieren, dass leider nicht vor sondern hinter dem Mauseloch gelandet ist…

 Meine Hunde gehen nicht jagen, sie springen keine fremden Menschen an (nur  Bekannte *hihi*), ich kann sie – ohne Angst um meine Wohnungseinrichtung oder Angst vor Ärger mit den Nachbarn – auch mal einige Stunden alleine zuhause lassen. Ich kann an der Leine durch die Stadt laufen ohne danach zum Orthopäden zu müssen, sie prollen keine anderen Hunde oder Menschen an. Sie kommen auf den ersten Pfiff wenn wir unterwegs sind, sie können frei bei Fuß an fremden Menschen, Hunden und Pferden vorbeilaufen ohne unser Gegenüber auch nur zu beachten…

 

Sie sind meine Begleiter, meine Freunde, sie mögen mich frisch geduscht und duftend genauso gerne wie krank und verschwitzt auf dem Sofa liegend. Was juckt es mich da, dass sie vielleicht keine 200m schnurgrade “Voran” laufen oder ab und zu ein Dummy lieber erfolgreich mit *Mäuschensprung* erlegen um ihre Beute dann stolz wie Bolle zu mir zu tragen – anstatt einfach nur “ihre Arbeit” zu tun?

Dieses Jahr sind einige Hunde von dieser Welt gegangen, viel zu früh, viel zu überraschend und vorallem viel zu sinnlos…

Tut mir diesen einen Gefallen: Wenn ihr eure Hunde betrachtet, denkt nicht an ihre Fehler oder ihren “mangelnden Gehorsam”, denkt an all die schönen Zeiten die ihr zusammen erlebt habt, an Momente die ihr nur durch eure Begleiter erleben durftet, seht die treuen Augen und die Liebe die sie euch entgegen bringen. Setzt euch statt an den Rechner einfach 15 Minuten auf den Boden oder ins Körbchen steckt eure Nase ins Fell, krault die Ohren oder Bäuche und geniesst die Zeit zusammen!

Der Herbst ist da

Meine liebste Jahreszeit ist angekommen - Gummistiefel und Fleecejacke sind wieder zu unseren ständigen Begleitern geworden, der Wald ist farbenfroh und gleichzeitig ausgestorben. Die *Sommerhundebesitzer* haben sich in den Winterschlaf verzogen, viel Platz um allein mit meinen Mädels die Wälder zu durchstreifen. Schal umgewickelt, Thermoskanne mit duftendem Tee dabei und heimlich – wenn keiner uns beobachtet ganz Kind sein und durch die Wasserpfützen springen… Willkommen kalte Jahreszeit <3

… und plötzlich ist alles anders…

Du denkst, Hunde kommen nicht in den Himmel. Ich sage dir, sie sind lange vor uns dort. (Robert Louis Stevenson)

Liebe July – du hast mir einen Traum geschenkt, deine wundervoll chaotische und dir in so vielen Wesenszügen so unglaublich ähnliche Tochter Hexe. Die Erinnerung an deine vielen Flausen und Streiche wird uns genauso wie die unglaubliche Liebe die du Nadja entgegenbrachtest immer begleiten. Ich wünsche dir alles Gute auf deiner weiteren Reise. Du bist nicht mehr da wo du warst – aber du wirst immer da sein, wo wir sind.

Treu

Ein guter Hund stirbt nie – er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand wie in alten Zeiten.
Mary Carolyn Davies (1914 – 1934), am. Lyrikerin